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klang und kunst
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bauprojekt aus glasfaser

 

 

schon lange spiele ich mit dem gedanken mir ein didgeridoo aus glasfaser zu bauen. zum einen ist das material sehr unempfindlich gegen hitze und kälte und je nach dicke ist es sehr leicht und stabil.

für das herstellen eines -gfk- didgeridoo benötigt man zunächst einen kern der die spätere innenform exakt wiederspiegelt.  ich wusste dass zwei meiner teamitglieder (www.didgeridoo-physik.de) auch schon etliche -gfk- didgeridoos gebaut haben. nach ihrer methode wurde ein mit sand / reis gefüllter sack als kern benutzt. da ich zur zeit aber gerne an bestimmten bereichen meiner instrumente eine nierenform einarbeite (querschnittsfläche wird von durchmesser auf nierenform umgerechnet), musste ich mir eine andere methode als die mit dem sandsackkern ausdenken.

meine methode:

ich kam zu der entscheidung dass ich die innenform aus wachs formen werde. so konnte ich komplexe innenformen modelieren und nach dem aushärten des gfk den kern aus dem instrument bringen. da ich natürlich für das gesamte instrument viel zu viel wachs benötigen würde, nahm ich für den inneren kern holz. Im baumarkt besorgte ich mir einen balken (100x100) und formte diesen mit dem hobel konisch. Auf diesen holzkern konnte ich nun mein wachs modellieren. auf einer seite des holzkerns (mundstückseite) schraubte ich eine gewindestange ein. auf dieser konnte ich dann meine nierenform schablonen im abstand von 50mm platzieren. die zwischenräume füllte ich mit wachs und formte sie mit den fingern (für diejenigen die gerne in der bar sitzen und den ganzen abend an  kerzen rumdrücken ist das eine super sache!). nun schraubte ich die stange in das holz und füllte den übergansbereich. fertig war der kern.

       
holzkern
schablonen auf der gewindestange
bienenwachs geschmolzen
         
holzkern mit bienenwachs
modilieren der zwischenbereiche
spaßige sache!
    
   
       
 
zusammenfügen der zwei kernstücke
 

      

 

nun laminierte ich den kern mit glasfasermatten, epoxidharz und härter.

um den härtegrad zu erhöhen mischte ich zu dem epoxidharzgemisch aluminiumpulver hinzu.

 
   
 

nach der aushärtung (ca. 24 stunden) entfernte ich das zylindrische stahlstück am mundstückbereich, das ich auf die gewindestange montiert hatte. dieses zylinderstück  gibt später den bereich direkt hinter dem mundstück. danach erwärmte ich den bereich der gewindestange. diese ließ sich nach der erwärmung auch einfach aus dem instrument drehen. problematischer war der bereich mit dem holzkern und dem wachs. mit dem heißluftfön konnte ich zu wenig wärme aufbringen um das wachs im inneren zum schmelzen zu bringen. eine größere und breitere hitzequelle musste her. da wir an diesem tag besuch zum grillen hatten, kam mir die idee das instrument mit dem holz / wachskern auf den grill zu legen.

nach kurzer zeit auf dem grill, schmolz das wachs aus dem glasfaserinstrument.

 
         
 
   
 
mit kochendem wasser und einer bürste entfernte ich dann die restlichen wachsrückstände aus dem instrument. danach sägte ich das instrument nach und nach auf länge. als mundstück nahm ich ein stück pflaumenholz das ich auf das glasfaserdidgeridoo klebte.
 
       
 

 

Fazit für dieses instrument:

unspektakuläre erscheinung, spektakulärer sound!

die lange planung der innenform und der kernmodelierung zahlt sich meines erachtens voll aus.

dieses glasfaserdidgeridoo schiebt sich hinsichtlich klangcharakteristik, spielbarkeit und spaßfaktor ganz nach vorne in meiner sammlung.

kaum einer der es bis jetzt hörte oder spielte dachte an ein instrument aus glasfaser. es wird mit sicherheit nicht das letzte instrument aus diesem material sein. trotz allem würde ich wahrscheinlich das gleiche instrument, wäre es aus hartholz dem gfk vorziehen!                 

 
 
   

 

 

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